Terra seca per la sequera
28Apr2026

Hunger in der Sahel-Zone verschlimmert sich: 36 Millionen Menschen von schwerer Ernährungsunsicherheit betroffen

Die Kombination aus extremen Dürren, bewaffneten Konflikten und wirtschaftlicher Instabilität hat die Unterernährungsraten in Ländern wie Mali, Burkina Faso und Niger in die Höhe getrieben.

Die afrikanische Sahelzone durchlebt eine der schwersten Ernährungskrisen ihrer jüngeren Geschichte. Schätzungen zufolge leiden mehr als 36 Millionen Menschen entlang des Gürtels von Senegal bis Äthiopien unter schwerer Ernährungsunsicherheit.

Das Zusammentreffen mehrerer Faktoren macht es besonders schwierig, die Situation umzukehren. Wiederkehrende Dürren, die durch den Klimawandel verschlimmert werden, haben die Subsistenzernte drastisch reduziert. Gleichzeitig haben aktive bewaffnete Konflikte in Mali, Burkina Faso, Niger und Nordnigeria Bauern von ihrem Land vertrieben und traditionelle Handelswege unterbrochen.

Akute Unterernährung bei Kindern hat in mehreren Gebieten Notfallniveau erreicht. In den nördlichen Regionen Malis und im Osten Burkina Fasos überschreiten die Raten globaler akuter Unterernährung (GAM) 15 %, die von der WHO festgelegte Notfallschwelle.

Der Anstieg der Lebensmittelpreise, der teilweise auf die globalen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf die Getreidemärkte zurückzuführen ist, hat den Marktzugang für die ärmsten Familien verschlechtert. Weizen, Hirse und Sorghum — Grundnahrungsmittel der Sahelbevölkerung — sind deutlich teurer geworden.

Das Fehlen von Investitionen in Bewässerungsinfrastruktur und die Abhängigkeit vom Regenfeldbau machen die Region besonders anfällig für Veränderungen der Niederschlagsmuster. Ohne strukturelle Lösungen, die Sicherheit, Klimaanpassung und wirtschaftliche Entwicklung verbinden, warnen Experten, dass Ernährungskrisen im Sahel immer häufiger und intensiver werden.